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Die Liebe zum Gekreuzigten hat uns der Kapuziner und
Franziskusjünger P. Theodosius besonders ans Herz
gelegt. "Barmherzige Schwestern vom Heiligen Kreuz"
heißen wir von unseren Gründern her. "Schwestern
brauche ich, die das Kreuz verstehen", sagte
P.Theodosius.
Das Kreuz ist ein uraltes Symbol der Menschheit. Die
Senkrechte mit der Waagrechten quer dazu steht für das
Ineinander von Himmel und Erde, steht erst recht für
den Menschen, wenn er die Arme ausbreitet, um die Welt
zu umfangen. Ihn gerade in dieser Haltung an ein Kreuz
aus Holz zu nageln wurde zu einer der grausamsten und
schmählichsten Hinrichtungen, so dass bei den Römern
nur Sklaven und Fremde gekreuzigt werden durften.
Die Kreuzigung wurde das Schicksal Jesu. Wegen
seiner Liebe zu Gott und zu den Menschen, zu den
Ausgestoßenen und Sündern vor allem, brachte man ihn
um. Er blieb standhaft der Liebende auch in allem
Furchtbaren, das ihm angetan wurde.
Der, den Jesus sterbend als seinen Abba-Vater
anrief, rehabilitierte ihn göttlich. Dem total
Gescheiterten ist alle Heilsmacht im Himmel und auf
Erden gegeben. Das Kreuz wurde zum Symbol der
Schicksalsgemeinschaft der Jüngerinnen und Jünger Jesu
mit ihrem Meister im Leben und im Sterben. Es ist unser
Segens- und Siegeszeichen.
Wir sind Kreuzschwestern. "Unser Leben ist der
Versuch, etwas von der Torheit der Liebe Christi
sichtbar zu machen." So die Konstitutionen unserer
Gemeinschaft.
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